Renovierung des Transition-Ladens im Steinweg 21

Als wir uns den Laden und die ersten Pläne ansahen, wie „unser“ Laden einmal werden könnte, hatten manche noch ein mulmiges Gefühl im Bauch, allerdings gepaart mit Vorfreude und Tatkraft. Ganz nach dem Motto von Transition: einfach. jetzt. machen. fingen wir an. Wir überlegten, welche Bereiche möchten wir wo haben und was brauchen wir dazu. Nach und nach bekamen wir durch Spenden unsere Einrichtung zusammen. Die musste an den unterschiedlichsten Orten abgeholt und zum Teil auch abgebaut werden. Bevor wir damit aber überhaupt in den Laden konnten, mussten wir in streichen. Diese Aktion wurde an zwei Tagen mit vielen Helfern gemeistert. Dann putzten wir die Regale, bauten sie auf und ließen uns auf das Abenteuer ein, sie in so einem alten Haus sicher zu befestigen. Wir schliffen andere Regale ab und ließen sie ein oder verpassten ihnen ein neues Outfit. Wir kreierten eine Garderobe und teilten einen anderen Bereich mit einem Vorhang ab. Die Küche wurde generalüberholt, der Toilettenraum gereinigt und verschönert. Die Bodenleisten wurden zurechtgeschnitten und wieder angebracht und die Treppe trittsicher gemacht. Die Fenster wurden geputzt, Schilder angefertigt, Infowände gestrichen und angeschraubt.

Dazwischen kochten wir unzählige Kannen Tee und Kaffee, halfen und motivierten uns gegenseitig. Wir genossen, zusammen zu arbeiten, Spaß zu haben, die Gemeinschaft und das wirklich gute, respektvolle und wertschätzende Miteinander. Jeder half nach seinen Gaben und seiner Kraft dort, wo er gebraucht wurde. Selten habe ich Arbeitseinsätze so harmonisch erlebt. Wir lachten miteinander und litten miteinander, wenn etwas nicht so funktionierte, wie wir uns das vorgestellt hatten und wir fanden eine Lösung. Unsere Gruppe ist durch die Renovierung noch einmal dichter zusammengewachsen. Wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können. Das hat so viel Wert.

Anfangs sah es so aus, als gäbe es nur Baustellen und kein Ende in Sicht. Doch allmählich kehrte Ordnung ein, alles fand seinen Platz. Am Freitag vor der Ladeneröffnung legten wir letzte Hand an. Dann war es so weit: Wir konnten die gespendeten Dinge in die Regale legen und der Laden war für die Eröffnung bereit.

Text: Bettina Lichtlein

Schreibe einen Kommentar