Transition-Gruppen in Coburg

Es gibt Gruppen zu verschiedenen Themen. Hier erhältst Du eine Übersicht. Dir fehlt etwas? Du hast eine Idee, für die Du MitstreiterInnen suchst? Nimm gerne Kontakt zu uns auf!

 

Lastenrad

Unsere Liesl …

Schon mal in Coburg gesehen? Unsere „Lastenliesl“ ist öfter mal unterwegs. Manchmal hat sie allerdings ein Rad ab. Heißt, sie kann mit und ohne Rad kostenlos von jedem ausgeliehen werden. Allerdings hält unsere Liesel es ohne uns nur drei Tage aus. Dann möchte sie uns wiedersehen. Wer die „Lastenliesl“ kennenlernen möchte, kann sich gerne bei uns mit ihr anfreunden oder online ein Date mit ihr ausmachen. Am besten ist es, vorher nachzulesen, wie sie gepflegt werden möchte, damit sie unterwegs nicht scheut. Auch freut es die Liesel, sich mit Fotos von ihren Einsätzen im „Liesonauten-Tagebuch“ zu erinnern.

Na dann: Gute Fahrt im Liesoversum!

 

Verwenden statt verschwenden

Mein Vater stammt aus der Generation wo wirklich alles, was noch zu gebrauchen war verwendet wurde. Da wurde das Dach von der Gartenhütte des Nachbarn mit den alten Ziegel der abgerissenen Scheune gedeckt, die Balken, die in Ordnung waren, holte der Bruder für seinen Hasenstall und von den Ziegelsteinen wurde der Mörtel abgeklopft, damit mit ihnen eine Feuerstelle gemauert werden konnte. Manchmal hämmerte mein Vater sogar krumme Nägel wieder gerade. Da wurde wirklich verwendet, statt verschwendet. Heute nennt man das „Upcycling“. Was für die einen Müll ist, ist für die anderen eine wertvolle Ressource. Upcycling ist nicht nur Trend, es ist auch nachhaltig – weil man alte Produkte aufwertet, reduziert man die Abfallmenge und es muss nichts Neues produziert werden. Wir überlegen uns, wie wir Dinge, statt weg zu werfen, anders weiterverwenden oder wiederbeleben können, wie z. B. aus Wachsresten neue Kerzen zu gießen.

 

Gemeinschaftsgarten

Miteinander im Grünen grünen, bzw. seinen grünen Daumen zum Einsatz bringen oder vielleicht doch nur den Rasenmäher bedienen. Die Möglichkeiten, sie im Gemeinschaftsgarten einzubringen sind groß.

 

Gib mir den Rest – Kippensammelaktion

Gib mir den Rest! Zigarettenkippen gehören in den Müll(eimer)!

Zigarettenkippen in der Umwelt sehen mies aus! Sie sind aber als kleine Gift-Deponie auch eine Gefahr für unser Grundwasser. Irene Schuler hat diese Gruppe ins Leben gerufen, weil sie buchstäblich über all die Kippen gestolpert ist, die entlang der Straße, auf Gehwegen, an Bushaltestellen, an Kinderspielplätzen, rund um Parkbänke liegen und ihr Gift-Cocktail an die Erde und – vom Regen ausgespült – ins Wasser abgeben. Bisher hat sie Plakate entwerfen lassen, die bereits in den Stadtbussen hingen. Außerdem erleichtert sie Rauchern mit Blechdosen die korrekte Entsorgung. Das ist „Upcycling“ leerer kleiner Dosen zu „Aschenbechern to go“. Immer wieder gehen sie und ihre Mitstreiter zum viertelstündlich Sammeln von Kippen los. Das wird mit Stückzahl und Foto vom jeweiligen Ort dokumentiert. Kaum zu glauben, dass so pro Aktion mindestens 100 Kippen, oft mehr, entsorgt werden können. Unsere Natur, unsere Kinder und unsere Stadt sagen danke. Wir sammeln weiter.

 

Warentauschtage und Umsonstregale

Wer kennt sie nicht, die lieb gemeinten Geschenke, die man nicht brauchen kann. Wer kennt es nicht, das zehnte Dekoobjekt, das siebte Windlicht, was eben alles so verstaubt. Wer kennt es nicht, das einst mit Euphorie angefangene Hobby, das nicht mehr ausgeübt wird und dessen Equipment jetzt im Keller steht. Wer kennt sie nicht, die Bücher, die Platten, CDs und Filme, die die Regale füllen. Wer kennt sie nicht, die Spiele, die einst Spaß gemacht haben, aber auf die keiner mehr Lust hat. Wohin mit den ganzen Sachen, die Platz wegnehmen, aber eigentlich zum Wegwerfen zu schade sind. Das hat sich Gaby Schuller auch gefragt und sich überlegt, dass es auf der anderen Seite bestimmt Menschen gibt, die sich über all dies freuen würden. So gründete sie vor drei Jahren kurzerhand die Warentauschtage. Inzwischen sind sie so ein Erfolg, dass es einen Annahmetag gibt, an dem jeder das, was er mit zwei Händen tragen kann, abgeben kann und einen Abgabetag, an dem jeder das, was er mit zwei Händen tragen kann, mitnehmen kann – alles umsonst. Dieses Motto führen wir auch bei den Umsonstregalen weiter. Die Gruppe kümmert sich regelmäßig um die Regale im Transition-Laden und führt die Warentauschtage durch.

 

Kauf Nix

Unser Konsum erhöht den CO2-Fußabdruck kräftig. Da liegt die Frage nahe: „Was brauche ich wirklich?“ Ein paar Transition-Aktivistinnen machen sich auf den Weg und versuchen einen radikalen Ansatz: Ein Jahr lang nichts kaufen! Keine 25. Bluse in den Schrank hängen, kein 783 Buch ins Regal stellen, kein neues Dekoobjekt abstauben müssen. Wobei es jeder selbst bestimmt, wie lange er dies durchhalten möchte und welche Vorgaben er sich selbst gibt.

Welche Alternativen entstehen in meinem Leben, wenn ich einfach aufhöre zu shoppen? Was mache ich mit der gewonnenen Zeit, was mit dem gesparten Geld, was mit meinem möglicherweise veränderten Bewusstsein zu „Besitzenmüssen“ und „Habenwollen“?

Sylvia Gebhart und ihre Mitstreiter freuen sich, wenn sich noch andere mit auf den Weg machen wollen. Die Gruppe trifft sich zum Austausch, wie das nix kaufen gelingt, welche Hürden im Weg herumstehen und welche Tricks und Ideen wir haben, nicht wieder in die alten Kaufmuster zu geraten.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Wir wollen das, was uns wichtig ist und bewegt in Sachen Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Teilen, Wissen dazu weitergeben, Vernetzungen in diesem Bereich, öffentlich machen. Wir pflegen die Website von Transition ebenso wie unseren Account bei Facebook. Außerdem halten wir Kontakt anderen Organisationen, zu Presse, Funk und Fernsehen. Wer gerne schreibt, wer gerne Kontakte knüpft, wer gerne redet und unsere Botschaft weitertragen möchte, ist in dieser Gruppe gerade richtig.

 

Kinogruppe

Derzeit inaktiv, kann aber gerne wiederbelebt werden.

Zusammen wertvolle Filme ansehen und sich darüber austauschen.

 

Plockawalking

Haben wir schon mal gemacht, liegt im Moment still. Walken oder spazieren gehen, für den, der es langsamer angehen mag, und dabei Müll sammeln. Hilft unseren Muskeln und der Umwelt. Im Moment wartete die Gruppe darauf wieder los zu legen, aber aktuell stärken wir unsere Muskeln beim Renovieren des Transition-Ladens. Wir freuen uns auf neue Mitwalker und Mitsammler.

 

Workshops im Laden

Wir möchten unser Wissen zum Thema Nachhaltigkeit, Umwelt und selber machen gerne weitergeben. Aus was und wie kann ich umweltfreundliches Wasch- und Putzmittel herstellen? Wie rühre ich eine Hautcreme an und welche Zutaten nehme ich für ein Deospray oder ein Mundwasser oder Zahnputzpulver? Was brauche ich für Gesichtspuder oder für Trockenshampoo? Wie rühre ich ein Duschgel oder ein Shampoo zusammen? Unbedenkliche Kinderknete oder Babyfeuchttücher für die Kleinen herstellen, all das und noch viel mehr wollen wir weitergeben nachdem wir es selbst ausprobiert haben und uns über unsere Ergebnisse und was verbessert werden kann ausgetauscht haben.

Außerdem wollen wir die Herstellung von Wachstüchern zeigen und Nähworkshops (z. B. Einkaufstasche oder Buchhülle) anbieten.

Wer gerne anderen etwas beibringen möchte, wer eigene Ideen hat, der ist in dieser Gruppe gut aufgehoben.