Dreiste Werbelügen

foodwatch informiert:
Käse von „Freilaufkühen“, die in Wahrheit im Stall stehen, „Schottischer“ Räucherlachs aus Norwegen oder als Fitnessdrinks getarnte Zuckerbomben. Werbelügen sind im Supermarkt leider die Regel und nicht die Ausnahme. Und das, obwohl Verbrauchertäuschung eigentlich europaweit verboten ist. Wir bei foodwatch kämpfen gegen die dreiste Täuschung an – und dafür brauchen wir Ihre Hilfe: Melden Sie Ihnen bekannte Werbelügen auf unserer Plattform „Schummelmelder“. Aus Ihren Vorschlägen „rekrutieren“ wir die Kandidaten für den Goldenen Windbeutel 2021, für die Wahl zur dreistesten Werbelüge des Jahres!
dank Ihrer Hilfe haben wir letztes Jahr die Tierhaltungs-Lüge von Hochland überführt: Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Werbung auf dem Grünländer Käse? Hochland versprach Milch von „Freilaufkühen“ – obwohl die Tiere im Stall stehen. Für diese Dreistigkeit hat das Unternehmen den Goldenen Windbeutel bekommen. Unser gemeinsamer Protest hatte Erfolg: Die Käserei hat inzwischen eingelenkt und wird den Käse ab September anders kennzeichnen.
Die Werbung mit „Freilaufkühen“ kommt nicht von ungefähr. Die Lebensmittelindustrie setzt bewusst im Marketing auf Themen wie Ökologie, Tierhaltung, Nachhaltigkeit – weil das Themen sind, über die sich viele von uns Gedanken machen. Leider sind die Versprechen oft haltlos und dienen vor allem dazu, Verbraucher:innen in die Irre zu führen und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Ein weiteres Beispiel dafür ist die Klimalüge von der Groß-Molkerei Arla. Die bewirbt ihre Bio-Milch mit „71 Prozent weniger CO2“, bezieht sich dabei abernur auf das Verpackungsmaterial und nicht auf die Milch – obwohl die Milch den Löwenanteil der Klimaauswirkungen ausmacht. 84 Prozent der Verbraucher:innen finden das irreführend. Doch Arla weigert sich bis heute, die Werbung zu ändern! Das zeigt: Wir sind noch lange nicht am Ziel. Wir müssen den Kampf gegen Werbelügen und dreiste Irreführung weiter führen.Und dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! In den Supermärkten gibt es hunderttausende Produkte, und das Angebot ist in jeder Region anders. Nur mit Ihrer Unterstützung, sozusagen vor Ort, können wir alle Werbelügen aufspüren!
Kennen Sie Beispiele aus dem Lebensmittelbereich, bei denen die Werbung massiv überzogen ist? Dann schicken Sie uns diese Beispiele zu! Machen Sie ein Foto von der Werbelüge, egal ob im Supermarkt oder Zuhause, und ladenes im Schummelmelder hoch. Dies können Sie direkt vom Handy machen. Wenn Sie kein Smartphone haben, können Sie auch mit einem Fotoapparat ein Bild machen und es von Ihrem Computer oder Laptop aus hochladen.Die Erfahrung zeigt: Nur wenn Verbraucher:innen sich beschweren und wir die dreisten Tricks der Industrie öffentlich machen, lassen sich die Unternehmen dazu bewegen, ihre Produkte zu ändern. Und je mehr Produkte
im Schummelmelder eingereicht werden, umso deutlicher die Botschaft an die Lebensmittelindustrie: Wir lassen uns nicht länger von dreisten Werbelügen und irreführenden Versprechen täuschen! Machen Sie mit und schicken Sie uns Ihre Vorschläge: Schummelmelder

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